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Schimmel - Laboranalysen

Kolonie auf DG-18 nach Anzüchtung

Schimmelpilzsporen befinden sich praktisch überall in der Luft. Zum Auskeimen benötigen sie jedoch Feuchtigkeit. In schlecht gelüfteten Räumen passiert es schnell, dass sich die Feuchtigkeit aus der Luft an Oberflächen kondensiert. Wenn eine Stelle länger feucht bleibt, bietet sich hier ein Nährboden für Schimmelpilze. Bewusstes, umsichtiges Verhalten kann die Entstehung von Feuchtigkeit minimieren. An erster Stelle steht dabei die ausreichende, richtige Belüftung der Räume: Auf trockenen Wänden können die Pilzsporen nicht gedeihen!
Sichtbarer oder versteckter Schimmel in Wohnräumen ist auf keinen Fall zu akzeptieren. Allergiker können durch Schimmelpilze zusätzlich geschwächt werden, die Wohnqualität leidet ebenfalls durch den unappetitlichen Geruch. Zur Beseitigung der Schimmelpilze muss nach der Ursache für ihre Entstehung gefahndet werden.

Das können wir für Sie leisten:

Um festzustellen, ob eine Schimmelpilzbelastung in  Wohnräumen vorliegt, können wir für Sie folgende Verfahren zur Bestimmung von Schimmelpilzen, durchführen. 

Luftkeimmesung

Bei einem Termin vor Ort führen wir mindestens zwei Messungen durch. Zum einen bestimmen wir die Schimmelpilzbelastung der Innenluft, zum anderen die der Außenluft. Dies hat seinen guten Grund. Die Schimmelpilzkonzentration der Außenluft dient uns als Vergleichswert, um das Ergebnis der Innenraummessung besser einschätzen zu können. Bei der Luftkeimsammlung werden die Sporen in der Raumluft mit einem Luftkeimsammler(Impaktion oder Filtration) aktiv bei einem definierten Probenvolumen auf einem oder mehrere Nährmedien bzw. Filter "gesammelt". Bei der direkten Methode werden die Nährmedien im Labor kultiviert, die koloniebildenden Einheiten ausgezählt und über das Probeluftvolumen hochgerechnet. Die Ergebnisse einer Luftkeimsammlung werden als „koloniebildende Einheiten“ (KBE) pro Kubikmeter Luft angegeben. Das bedeutet, dass eine Kolonie aus einer einzelnen oder aus einem Cluster vieler Sporen entstanden sein kann. Eine Bestimmung der Gattungen bzw. Arten der vorhandenen Schimmelpilze ist möglich. Auch relativ leichte und kleine Sporen werden bei dieser Messung berücksichtigt. Die Bestimmung von kultivierbaren Schimmelpilzen in der Luft ist das derzeit am häufigsten angewandte mikrobiologische Untersuchungsverfahren, das bei vermuteten Schimmelpilzschäden in Innenräumen eingesetzt wird.

Partikelsammlung
Bei dieser Art von Raumluftmessung werden die partikulären Bestandteile eines definierten Luftvolumens über einen Partikelsammler angesaugt und auf einem Objektträger mit einer speziellen Beschichtung abgeschieden(Schlitzdüsenimpaktion). Diese Luftpartikel enthalten neben lebenden Sporen auch abgestorbene Schimmelpilzsporen und andere Bestandteile der Raumluft (z.B. Fasern, Staubpartikel u.ä.). Die Partikelsammlung sollte nur ergänzend zur Luftkeimmessung durchgeführt werden.
 
Materialproben
Materialproben wie z.B. Tapete, Putz, Holz, werden untersucht, wenn sichtbarer Schimmel vorhanden ist, bzw. eingezielter Verdacht für eine Belastung vorliegt. Von befallenen oder verdächtigen Flächen werden Materialproben entnommen. Diese werden nach Zerkleinerung im Labor in verschiedenen Verdünnungsstufen auf verschiedene Nährmedien aufgebracht und kultiviert. Die koloniebildenden Einheiten (KBE) werden ausgezählt und hochgerechnet.
 
Abklatschprobe
Bei der Abklatschprobe wird ein geeignetes präpariertes Nährmedium auf eine Fläche gedrückt, von der vermutet wird, dass Schimmelpilzbefall vorliegt. Bei der direkten Kultivierung eines Abklatsches kann es sein, dass die Vermehrungsbedingungen für eine Pilzart besonders gut sind und andere am Wachstum gehindert werden oder sie können auch an sich unzureichend sein.
 
Staubprobe
Eine definierte Menge des vorhandenen Hausstaubes wird in dem betroffenen Raum aufgesammelt und im Labor in  verschiedenen Verdünnungsstufen auf verschiedene Nährmedien aufgebracht und kultiviert. Die koloniebildenden Einheiten (KBE) werden ausgezählt und hochgerechnet.
 

Die Vorgehensweise bei der Untersuchung von Schimmelpilzschäden und die Bewertungsgrundlagen sind seit 2002 im “Schimmelpilz-Leitfaden des Umweltbundesamtes\" geregelt.  Wichtig ist, dass jeder Schadensfall eine angepasste Untersuchung erfordert. Am Anfang sollte die Ermittlung der Schadensursache durch bauphysikalische Untersuchungen stehen. Ohne Beseitigung der Ursache/n wird jede Behandlung des Schimmelpilzschadens nur kurzfristig Erfolg haben.